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Geheimnisvolles Appenzell

Mag das Geheimnis also auch noch so nah scheinen: Die meisten von uns werden es nie erfahren.

So dieser Text in der Ausstellung in der Appenzeller Käserei.

 

Das Schloss zum Ausstellungsschrank ist denn auch nicht zu öffnen, was Karl persönlich ausprobieren durfte, aber eben: ohne Erfolg.


Mit dem komfortablen SPV-Bus fuhr uns Chauffeuse Marianne und ihr begleitender Ehemann und tatkräftiger Assistent Sepp durch die reizvolle Landschaft nach Stein AR. Die Appenzeller Käserei hatte Hochbetrieb, neben uns starteten noch 2 weitere Gruppen zu einer Führung. Das nahm unsere Guide Graziella (mit typischem Appenzellernamen, wie sie meinte 😂) mit viel Flexibilität und Humor. Es ging uns aber wie allen anderen Besuchern: Wir konnten das Geheimnis um die Kräutersulz nicht lüften. Das minderte die Führung jedoch nicht - viel erfuhren wir übers Appenzellerland, die Appenzeller und ihr Volkstum, über Milch, würzigen Käse, Kräuter und die Kunst der Käseherstellung. Zum Abschied gab's noch einen Schluck Molke - zum Durchputzen!

 

Trotz ausgiebiger Degustation mochten wir das feine Mittagessen anschliessend im Appenzeller Hotel Säntis gut ertragen! Bei anregenden Gesprächen, den vegi Chäsmaggronen oder dem Schweinsgeschnetzelten genossen wir es im schönen Restaurant. 

 

Es wurde viel zu schnell Zeit, um wieder aufzubrechen. Zu Fuss machten wir uns durch das Dorf auf den Weg zur Appenzeller Alpenbitter Firma, wo wir uns gerade noch vor dem ersten starken Gewitterregen retten konnten. Viel Geschichtliches und Traditionelles brachte die Erzählung über die Entstehung des Appenzeller Alpenbitter. Der Rundgang führte uns dann durchs Museum mit viel alten Werkzeugen, Gläsern und Werbematerialien, neben den Tanks und Riesengebirgen von Produktionsmaterialien vorbei, mit dem Lastenlift aufs nächste Stockwerk und zu den Kräutern. Auch beim Appenzeller Alpenbitter ist die Kräutermischung das Geheimnis der Produktion. Zwar erfahren wir die Namen von allen 42 beteiligten Kräutern, mit welchen Kunsttricks sie in verschiedenen Zusammensetzungen aber behandelt werden, das bleibt auch beim Alpenbitter das gut gehütete Geheimnis der Firma. Es lagert gut abgesichert neben dem Käse-Geheimnis auf der Appenzeller Kantonalbank im Tresorfach. Die Degustation beim Alphüttli und beim Shop bildete den Schlusspunkt. Natürlich dauerte sie etwas länger als eigentlich angenommen - der Alpenbitter mit einem Eiswürfel schmeckt wirklich gut. Zudem gab es da noch so ein giftig grünes Sommergetränk, das hellen Zuspruch erhielt!

 

Beladen mit Flaschen und Gläsern ging es zurück ins Dorf, wo wir noch genügend Zeit fürs Sightseeing hatten. Die Rückfahrt liess uns nochmals den Blick ins Rheintal geniessen, und schon war Sargans und Chur erreicht. Vroni verabschiedete die Gruppe mit einem herzlichen Dank an Cindy für die gute Organisation und Begleitung und einem ebenso herzlichen Dank und Wiedersehenswunsch an Marianne und Sepp, die uns den ganzen Tag mit Umsicht und bester Assistenz begleitet hatten. Ein schöner Clubausflug, ein schöner Tag!

 

Ursula Schmid/23.06.2019 

Fotos: Laszlo Horvath, 22. Juni 2019

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